Europameisterschaften Bovec

Ein harter Tag geht zu Ende. Aber mit 3x Gold, 2x Silber und 1x Bronze am ersten Tag der EM ist das deutsche Wildwasserteam mehr als zufrieden.

Die Vorbereitungen im durch einige Verletzungen und Krankheiten geschwächten deutschen Team liefen überraschend gut. Die Sportler freuten sich auf den Beginn der Wettkämpfe auf dem durch den erhöhten Wasserstand um die Slalomstrecke verkürzten Classickurs der Soca. Zwei Classicrennen in Einzel und Mannschaft an einem Tag war eine große Herausforderung, die alle Sportler souverrän meisterten.

Normen Weber sorgte gleich im ersten Rennen des Tages für die erste Goldmedaille: " es war kanpp auf der gesamten Strecke hatte ich nur einen kleinen Vorsprung, im Ziel dann war schnell klar - der Sieg ist mir!" Tim Heilinger fuhr ein hervorragendes Rennen und kam auf Platz 6.

Weltmeister Tobias Bong liess bei den Kajak-Herren nichts anbrennen und freute sich über seinen Start-Ziel Sieg:" Die Physis passte, das war klar, aber aufgrund der kurzen Vorbereitungzeit fehlt mir ein wenig der Feinschliff für die Strecke. Dennoch bin ich sehr zufrieden". Die weiteren deutschen Sportler belegten die Plätze 8 durch Achim Overbeck, 14 durch Björn Beerschwenger und 16 durch Peter Schumacher.

Beflügelt durch die ersten beiden Goldmedaillen "flog" Manuela Stöberl ins Ziel und konnte sich nach ihrem Weltmeistertitel nun auch die Europameisterschaft bei den Damen im Kajak sichern: " Knapp aber geschafft" war ihr Fazit nach dem Rennen. Sabine Füßer, Maria Hollerieth und Deborah Fogel komplettierten das Ergebnis auf den Rängen 8, 10 und 16.

Im ZweierCanadier kamen Maik Schmitz und Mathias Nies auf einen guten 5ten Platz. Leider kam das zweite deutsche Boot (Rene Brücker und Normen Weber) mit einiger Verspätung ins Ziel. Normen Weber: "Top und Flop...Europameister im C1 Classic mit 3 Sekunden Vorsprung und im C2 danach habe ich einen Fahrfehler gemacht und mich und meinen Partner vor den Stein katapultiert der uns kippen ließ..."

Spannend verliefen auch die Teamrennen am Nachmittag auf der Classicstrecke. Björn Beerschwenger, Achim Overbeck und Tobias Bong kämpften zusammen mit den Teams aus Tschechien, Slowenien und Frankreich um die besten Zwischenzeiten auf der Strecke. Am Ende reichte es für Platz 3 und die Bronzemedaille.

Nur knapp hinter dem französischen Team kamen Manuela Stöberl, Maria Hollerieth und Sabine Füßer auf Platz 2 bei den KajakDamen.

Eine als Notlösung zusammengebaute deutsche C2-Mannschaft, die durch Tim Heilinger und Gregor Simon komplettiert wurde, kam trotz fehlender Trainingsfahrt überraschend auf Platz 2.

Mit dieser Medaillenausbeute kann sich das Team nach den Classicrennen zuversichtlich auf die Sprintrennen am Sonntag vorbereiten. Die Einzelwettkämpfe im Sprint wurden aufgrund der steigenden Pegel am Samstag auf Sonntagvormittag verschoben. Im anschluss daran finden dann die Teamwettbewerbe statt.

 


Vorschau Europameisterschaft Bovec 09.-12.05.2013 auf der Soca

Mit großen Ambitionen geht das Team des Deutschen-Kanu-Verbandes (DKV) ab Freitag bei den Europameisterschaften im Wildwasserrennsport in Bovec (Slowenien) an den Start. Sieben Medaillen sind die Vorgabe von Ressortleiterin Manuela Gawehn. Zu den Topfavoriten aus Deutscher Sicht zählen Normen Weber (Augsburg) im Canadier Einer (C1), Manuela Stöberl (Rosenheim) bei den Damen und die Canadier Zweier mit Weber/Brücker (Augsburg/Brühl) und Nies/Schmitz (Köln).

Seit Samstag ist das Nationalteam in Bovec vor Ort, um sich die ideale Fahrlinie auf der technisch höchst anspruchsvollen Soca zu erarbeiten. Nach Meinung des Bundestrainers könnte Achim Overbeck (Braunschweig) bei der EM für eine Überraschung in der Königsdisziplin der Herren K1 sorgen. „Achim ist bekannt für seinen intelligenten Saisonaufbau  - bei der EM dürfte er in Topform an den Start gehen. Und da es seine Heimstrecke ist auf der er jedes Ostern trainiert zählt er zu den Topfavoriten.“, prognostiziert der Bundestrainer. Da sich Björn Barthel (Ludwigshafen) beim Training an der Schulter verletzt hat, ist sein Start bei der EM ausgeschlossen, und der amtierende Weltmeister aus Köln Tobias Bong konnte kurzfristig nachnominiert werden.

Zudem ist das Deutsche Kajak-Herren Team in den Mannschaftswettkämpfen mit den weiteren Herren Björn Beerschwenger (Köln) und Peter Schumacher (Trier) nicht zu unterschätzen.

Bei den Kajak Damen startet mit hoher Erwartung die Weltmeisterin aus La Plagne Manuela Stöberl, die schon die ganze Saison ihre sehr gute Form zeigt und so einen Erfolg wiederholen könnte. Ihre Vereinskollegin Maria Hollerieth, sowie Sabine Füßer (Augsburg) und Deborah Fogel (Lindau), die für die erkrankte Alke Overbeck nachnominiert werden konnte, werden ihre Chancen auf weitere gute Platzierungen wahren.

Bei den Canadier Zweiern gehen die Boote Mathias Nies/ Maik Schmitz und die Vizeweltmeister aus La Plagne Rene Brücker\ Normen Weber mit Medaillenchancen an den Start. Zudem hat Weber auch im C1 das Potential, ganz nach oben auf das Podest zu fahren. Der Bundestrainer hofft indes, dass „Normen die Doppelbelastung gut wegsteckt und nicht zu müde in die Wettkämpfe startet.“ Zusammen mit dem Weber wird Tim Heiliger aus Köln im C1 starten.

Bundestrainer Gregor Simon sieht eine Woche vor Wettkampfbeginn sein Team gut gerüstet: „Ich bin sicher, dass wir sowohl im Sprint als auch auf der Classicdistanz gut aufgestellt sind bei der EM.“

Zu den Hauptkonkurrenten des Deutschen Teams zählen die Franzosen, Tschechen, und Slowenen, welche das deutsche Team stoppen könnten.

Die Rennen starten am Freitag mit den Einzelrennen über die Classicdisziplin und die Mannschaftsrennen in der Classic direkt im Anschluss. Samstag folgen die Einzelwettkämpfe im Sprint und am Sonntag zum krönenden Abschluss das Mannschaftsrennen. Aufgrund des derzeitig hohen Wasserstandes kann es zu Verschiebungen im Zeitplan kommen.

Alle Infos und Berichte zum deutschen Team werden zeitnah unter www.kanu-wildwasser.de eingestellt.

Weitere Informationen zu den Europameisterschaften, sowie Zeitpläne gibt es auf der Homepage des Veranstalters unter http://www.soca2013.si/ep_eng/eng/

Das deutsche EM-Team im Einzelnen

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