Wer löst die Tickets für die WM in Solkan?

Das Wochenende der deutschen Wildwasser-Elite stand ganz im Zeichen der Qualifikation für die Sprint-WM in slowenischen Solkan.

Mit dem Augsburger Eiskanal wurde die Strecke ausgewählt, auf der schon vor zwei Jahren die erste Wildwasser-Sprint-WM ausgetragen wurde. Beste Erinnerungen an diese Meisterschaft hat immer noch die deutsche Wildwasser- Naitonalmannschaft  die damals vor tausenden Zuschauern ihre Leistungen zweimal vergolden konnte.

 

Das vergangene Wochenende wurde dem ICF-Ranking, zu dem auch starke Nationen wie Australien und die Niederlande gemledet hatten, eingeläutet. Insgesamt hatten 30 Vereine für diesen Wettkampf sich angemeldet. Protagonist des ersten Tages war der Lokalmatador Normen Weber von den Kanu Schwaben Augsburg, der gleich in drei Disziplinen, dem Einer-Canadier, dem Einer-Kajak und zusammen mit seinem Partner Rene Brücker im Zweier Canadier gewann.
"Am liebsten wäre mir das gleiche Ergebnis für die morgige Quali", meinte Weber anschließend. "Für heute habe ich aber natürlich das Optimum herausgeholt." Im Einer-Kajak der Damen machte es Vereinskollegin Sabine Füßer dem gebürtigen Berliner gleich und fuhr mit 1,3 sek Vorsprung auf die Europameisterin im Classic Manuela Stöberl (Rosenheim) ins Ziel.

Bei den Rennen des zweiten Tages in der Augsburger Sprintarena stieg die Nervosität innerhalb der deutschen Fraktion merklich an, da die Sprints am Sonntag zusammen mit den Ergebnissen von Hohenlimburg (Ende April) als Qualifikation für die Sprint WM in Solkan Mitte Juni bestimmt wurde. Doch nicht nur in der Leistungsklasse fuhr man um die WM-Tickets, bei den Junioren wurde die DKV-Ranglisten ausgefahren, die noch einmal Wegweiser für die "Heim-JWM" in Lofer (9.-13. Juli) sind.

Schon im Voraus war klar, dass Normen Weber das Triple des Vortrages nicht wiederholen kann, da er "nur" in den beiden Canadierdisziplinen an den Start ging. Trotzdem ließ er sich den Sieg im C1 nicht nehmen und fuhr mit fast sechs Sekunden Vorsprung auf Tim Heilinger (Köln) souverän zu Platz 1. Den Vortagessieg im C2 konnten Rene Brücker und Normen Weber allerdings nicht wiederholen. Das NRW-Duo Gregor Simon und Tim Heilinger machte es besonders spannend, da sie in einem engen Finale mit 39 Hunderstel Vorsprung hauchdünn auf den ersten Platz fuhren.

Ähnlich spannend wurde es auch bei den Kajak-Damen. Der Zweikampf zwischen Sabine Füßer und Manuela Stöberl stand auch am Sonntag im Mittelpunkt der Damenentscheidung. Das bessere Ende konnte dieses Mal die frischgebackene Europameisterin im Classic Manuela Stöberl für sich verbuchen. Mit 0,74 sek Vorsprung auf Sabine Füßer und 3,87 sek Vorsprung auf Birgit Bach (Rheidt) entschied sie dieses Rennen für sich.

Bei den K1 Herren setzte sich der Braunschweiger Sören Falkenhain durch und holte sich den Sieg vor dem Trierer Peter Schuhmacher und dem Australier Robert McIntrye, der sich die Zeit bis zur Sprint WM in Solkan fit hält mit Sprintwettbewerben und eine gute Zeit auf dem Eiskanal herausfuhr (+2,91 Sekunden auf den erstplatzierten Sören Falkenhain). Achim Overbeck (Braunschweig) als dritter Deutscher fuhr sich auf den vierten Platz mit 101,86 Sekunden.

Erfreulich für die Wildwasser-Equipe war zudem, dass sich mit Sabrina Barm (Augsburg) eine Canadierfahrerin sich für die WM in Solkan empfahl und nun beste Chancen für die Nominerung haben dürfte.

Alle Ergebnisse hier unter www.eiskanal- augsburg.de

Bilder vom Wochenende hier.

 

von Marianne Stenglein und Oliver Strubel