Vom Sprint zur 23-km-Langstrecke an einem Wochenende

In München wurden die traditionellen Rennen auf der Floßlände und der Isar-Marathon ausgerichtet. 

Sich langsam aber sicher hocharbeiten lautete das Motto der Wildwasser-Rennsportler, die Ende September an den traditionell zur Oktoberfestzeit stattfindenden Rennen in München teilnahmen. Schließlich standen am Samstag zunächst die wichtigen, aber eben kurzen Sprintläufe, zur DKV-Rangliste auf der Floßgasse auf dem Programm. Gerade einmal etwas über eine Minute benötigten die Spitzenfahrer für diese knapp 400 Meter lange Strecke, der die fleißigen Helfer der ausrichtenden Münchener Vereine TGM, ESV und FW mittels Einbauten einen zusätzlichen Schwierigkeitsgrad mit teilweise anspruchsvollen Wellen verliehen hatten.  

 

Mit mindestens 11:30 Minuten deutlich länger fiel naturgemäß die Distanz der anschließenden Classic-Wettkämpfe aus. Und die Athleten erwarteten neben der Floßgasse zusätzliche Schwierigkeiten: Schließlich wird die Classic-Distanz in München als Massenstartrennen in den einzelnen Klassen ausgetragen. Weshalb die Zuschauer manch harten Positionskampf, vor allem an den beiden 180-Grad-Wendemarken sehen bekamen. Die Strecke verläuft nämlich zunächst oberhalb der Floßgasse flussabwärts. Dann muss gewendet, die gleiche Strecke gegen die starke Strömung des Isarkanals wieder raufgepaddelt werden, um dann erneut zu wenden und mit den letzten Kräften die Wellen und anderen Tücken der Floßgasse zu überstehen.

Trotzdem kann auch das eher als Warmlaufphase für das angesehen werden, was die Teilnehmer am kommenden Tag erwartete: Die 12. Ausgabe des Isarmarathons auf der naturbelassenen Isar zwischen Bad Tölz und Wolfratshausen. Bedeutet in Zahlen nicht weniger als 23 Langstreckenkilometer und unzählige Kiesbankschwälle. Deutlich schwieriger als deren Befahrung ist es allerdings vor allem in den flachen Passagen den richtigen, sprich schnellsten Weg zu finden. Denn hier bietet das Flussbett oftmals mehrere Möglichkeiten. Eine Strecke zum Auspowern also, welche die schnellsten Paddler in 1:10 Stunden schafften.

Übrigens standen vor allem die Rennen auf der Floßgasse wenige Wochen vor Beginn noch auf der Kippe. Denn aufgrund des Ausrichterwechsels konnte die Veranstaltung bei den zuständigen Behörden erst vier Wochen vorher beantragt werden. Doch anders als man es sonst oft gewohnt ist, wurden die Anträge ohne Verzögerung bearbeitet. Dafür ein großes Lob und Dank! Gleiches gilt im Übrigen für Normen Weber und Jesko Klammer ohne deren intensiven Einsatz es die Veranstaltungen wahrscheinlich nicht mehr gegeben hätte. Und auch den zahlreichen Helfern der ausrichtenden Vereine sei für ihren unermüdlichen Einsatz gedankt!

von Jan Burgdorf
Fotos: Jürgen Hocke (Marathon), Marcel Thränhardt

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