Weltcup Augsburg: Herzschlag-Finale im Kajak-Einer-Rennen

Björn Beerschwenger und Nejc Znidarcic teilen sich den ersten Platz im Kajak-Sprint Rennen auf der Augsburger Olympiastrecke.
Morgen starten die Wildwasser-Kanuten zum Classic-Rennen auf dem Lech bei Landsberg

Mit einen Herzschlag-Finish endete das Weltcup-Finale im Wildwasser-Sprint auf der Augsburger Olympiastrecke. Nach 50.03 Sekunden blieb die Zeitanzeige beim Wildwasser-Sprint im Kajak-Einer für Björn Beerschwenge stehen. Der 25-jährige Student aus Köln führte damit das Feld der 15 Finalteilnehmer an. Direkt nach ihm startete Nejc Znidarcic. Der Slowene hatte sich 2011 auf dem Eiskanal den Weltmeister-Titel im Kajak-Einer-Sprint erpaddelt und ist seit langem einer der führenden Athleten in seiner Sportart. Er benötigte für die gut 300 Meter Abfahrt über die spritzigen Wasser des Eiskanals exakt 50.03 Sekunden – und musste sich das Siegertreppchen mit Björn Beerschwege teilen.

 

Im Weltcup-Classement trennen die beiden allerdings Welt. Znidarcic führt vor dem vierten und letzten Wettkampftag – mit dem Classic-Rennen auf dem Lech von Landsberg nach Kaufering – mit 276 Punkten knapp vor seinem Landsmann Simon Oven. Björn Beerschwege hingegen liegt auf Platz 50. Er war allerdings bei den beiden Rennen im schweizerischen Muotathal vor einer Woche nicht angetreten.

Der erste Renntag des zweiten Weltcup-Wochenendes bot bei bestem Sommerwetter spannende Rennen auf der Augsburger Olympiastrecke. Lokalmatador Normen Weber von Kanu Schwaben Augsburg (KSA) konnte im Kanadier-Einer seinen letzten internationalen Sprint-Wettkampf mit einem Sieg beenden. Er verwies Quentin Dazeur (Frankreich) und Ondrej Rolenc (Tschechien) auf die Plätze zwei und drei. In der Weltcup-Gesamtwertung liegen die beiden allerdings vor ihm.

Im Kajak-Einer der Frauen konnte Melanie Mathys (Schweiz) ihre Weltcup-Führung im Wildwasser-Sprint behaupten. Mit dem dritten Platz im Finale sicherte sich Anke Overbeck (Deutschland) den zweiten Rang im Weltcup.

Im Canadier-Einer der Frauen paddelte Claire Haab (Frankreich) klar auf Platz Eins und sicherte sich damit den dritten Platz in der Weltcup-Wertung. Ihrer Landsmännin Cindy Coat reichte der zweite Platz, um Rang eins im Weltcup zu verteidigen. Einen Platz vor ihr liegt die Dritte des heutigen Tages, Alice Panato aus Italien.

Im Canadier-Zweier der Männer sicherten sich Tony Debray und Louis Lapointe (Frankreich) mit vier Hunderstel Vorsprung den Sieg vor Stephane Santamaria und Quentin Dazeur (Frankreich). Auf Rang drei landeten die Slowenen Maks Franceskin und Simeon. Diese Reihenfolge entspricht auch dem aktuellen Weltcup-Platzierungen.

Aber am morgigen Sonntag werden beim Classic-Rennen auf dem 4,8 Kilometer langen Abschnitt des Lech nördlich von Landsberg die Karten neu gemischt.

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