Die Deutschen Wildwasser-Meister in der Classic stehen fest

Der erste Tag der Deutschen Meisterschaften im Wildwasserrennsport ist abgeschlossen und die Titel auf der Classic-Distanz wurden vergeben. Die Langstrecken-Rennen auf der Drau konnten sowohl Favoriten als auch Überraschungssieger für sich entscheiden. Trotz mehrmaliger Streckenverlegungen aufgrund der Hochwassersituation konnte das Organisationsteam um David Piaskowski den Zuschauern spannende Wettkämpfe auf einer würdigen Ausweichstrecke bieten.

In Osttirol herrscht zurzeit eine außergewöhnliche Schneeschmelze, sodass die Flüsse Isel und Drau viel Wasser führen. Der Veranstalter entschied frühzeitig, dass die Classicrennen nicht auf der originalen Strecke durchgeführt werden konnten, denn diese beinhaltete eine Aufwärtspassage auf der Isel, die aufgrund der starken Strömung nicht zu bewältigen war. Deswegen wurden die Langstrecken-Wettkämpfe auf einen Abschnitt der Drau unterhalb der eigentlichen Strecke verlegt. Diese war technisch weniger anspruchsvoll, zehrte aber aufgrund des hohen Wasserdrucks und der vielen Wellen besonders stark an den Kräften der Sportler. Dies war wahrscheinlich ein Grund dafür, dass die Abstände innerhalb der Kategorien klein und die Wettkämpfe spannend waren.

 

Das schnellste und gleichzeitig engste Rennen des Tages war das der K1 Herren. Hier konnte Tobias Kroener von der PG Kelsterbach erstmals in seiner Karriere den deutschen Meistertitel gewinnen. Nur zwei Hundertstelsekunden dahinter platzierte sich der Deutsche Meister von 2017 Andreas Heilinger (KSK-team Köln) und weitere 1,2 Sekunden dahinter fuhr Finn Hartstein vom WVS Hamburg auf Platz 3.

Bei den K1 Damen distanzierte Alke Overbeck (KG Celle) ihre Konkurrentinnen klar mit 17,7 Sekunden und holte ihren insgesamt siebten Titel in Folge. Deutsche Vizemeisterin wurde überraschend Sophia Schmidt vom KSG Köln mit nur 0,5 Sekunden vor Janina Piaskowski aus Fulda, die die Bronzemedaille gewann. Zu erwähnen sind noch die außergewöhnlichen Leistungen der Jugend-Fahrerinnen Greta Zietz (KG Celle) und Marlene Wesseling (KSG Köln), die bei den Damen auf Platz 2 und 3 gefahren wären.

Das Rennen der C1 Herren dominierte wieder einmal der Seriensieger Normen Weber von Kanu Schwaben Augsburg und sicherte sich den deutschen Meistertitel zum wiederholten Mal. Janosch Sülzer (FF Brühl) wurde mit 5,1 Sekunden Rückstand Vizemeister. Das Podium komplettierte Ole Schwarz vom BW Bonn.

Die letztjährige WM-Dritte Maren Lutz vom BW Köln konnte souverän das Rennen der C1 Damen gewinnen, 11,3 Sekunden vor Lea-Sophie Barth (KC Sömmerda). 13 Sekunden dahinter wurde Sabrina Barm, die für den KS Augsburg startet, Dritte.

Bei den C2 Herren spielten René Brücker und Normen Weber ihre ganze Erfahrung und Routine aus und gewannen unerwartet mit gerade einmal 0,6 Sekunden vor dem Favoritenboot mit der Besetzung Janosch Sülzer und Ole Schwarz. Dritte wurden Tilman Wächtler und Sven Otten.

Das Rennen der Damen im C2 entschieden überraschend Constanze Feine und Lea-Sophie Barth für sich. Über elf Sekunden langsamer waren Lina Andrees und Janina Waitz und fuhren damit auf den zweiten Platz. Knapper ging es beim Kampf um Platz 3 zu. Hier setzten sich Michèle Obrecht und Nele Treutel durch und gewannen Bronze.

Am Samstag werden die Sprintrennen durch den Iselkatarakt mitten in Lienz stattfinden. Dieser ist durch das Hochwasser zu einer besonderen Herausforderung für alle Sportler geworden und es werden spektakuläre Wettkämpfe erwartet.

 Die Ergebnisse