Viel Edelmetall zum Abschluss der U23 & Junioren Wildwasser-WM

An den letzten beiden Renntagen der Weltmeisterschaften in Banja Luka übertraf das deutsche Nachwuchs-Team seine Leistungen der vergangenen Wettkämpfe und gewann bei den Langstreckenrennen drei Gold-, eine Siber- und vier Bronzemedaillen.

Erfahrungsgemäß waren die deutschen Wildwasser-Athleten in den letzten Jahren eher Ausdauerspezialisten und feierten die größten Erfolge in der Classic-Disziplin. Diese Tendenz bestätigte auch dieses Jahr die jüngste Generation der Nationalmannschaft im WIldwasserrennsport, indem sie insgesamt 8 Medaillen in den Einzel- und Mannschaftswettbewerben errangen.

Am Samstag fanden zunächst die Einzelrennen bei unerträglichen Temperaturen von bis zu 38 Grad statt. Von den widrigen Bedingungen ließen sich die deutschen Athleten jedoch nicht beeinträchtigen. Nico Paufler, zuvor schon amtierender U23 Weltmeister, beschrieb sein Rennen wie folgt: "Es war ziemlich zäh durch die Hitze und auf der zweiten Hälfte mit dem Flachstück bin ich ziemlich eingegangen." Dennoch konnte er seinen Titel erfolgreich verteidigen und gewann das Rennen mit knapp sechs Sekunden Vorsprung vor Leo Montulet aus Belgien. Das Podium komplettierte Tobias Kroener, der damit seine erste internationale Einzelmedaille errang.

 

Für einen weiteren Weltmeistertitel auf dem deutschen Konto sorgten Janosch Sülzer und Ole Schwarz im C2. Im Sprint-Finale am Vortag noch gepatzt, ließen sie im Classic der starken Konkurrenz aus Frankreich und Italien keine Chance und siegten mit fast vier Sekunden Vorsprung.

Es den Männern gleich taten Constanze Feine und Lea-Sophie Barth, die gleich ihr erstes internationales Classicrennen zusammen in einem Boot gewinnen konnten und sich ab sofort U23 Weltmeisterinnen nennen dürfen.

Weiterhin muss der herrvorragende vierte Rang von Christina Massini gewürdigt werden, da sie eine Medaille mit nur 7 Sekunden Rückstand verpasste.

Am darauf folgenden Sonntag bekam der deutsche Wildwasser-Nachwuchs bei den Mannschaftsrennen die letzten Chancen Medaillen mit nach Hause zu nehmen. Hier galt es eine gute Taktik zu finden und sich durch abwechselndes fahren auf der Welle ins Ziel zu ziehen. Dies gelang den deutschen Sportlern durchweg gut und sie holten noch einmal vier Medaillen.

Den Anfang machten die K1 Juniorinnen mit Alina Zimmer, Marlene Wesseling und Greta Zietz, die nur knapp eine Sekunde vor der tschechischen Mannschaft Bronze gewannen.

Vergleichbar eng ging es auch bei den K1 Junioren zu, denn hier konnten sich Simon Puttkammer, Till Fengler und Tobias Waitz mit weniger als 2 Sekunden vor den Italiener ins Ziel retten. Damit hatten sie die Bronzemedaille gesichert.

Ihre älteren Teamkollegen hatten hingegen von Anfang an eine Favoritenrolle bei den K1 U23 Herren inne. Doch obwohl Ben Langenbeck vom frischgebackenen Weltmeister Nico Paufler und dem Bronzemedaillisten Tobias Kroener unterstützt wurde, mussten die drei den Belgiern knapp den Vortritt lassen. Mit drei Sekunden Rückstand wurden sie damit Vizeweltmeister.

Abschließend überraschte das U23 C2 Team mit den Booten Schwarz-Sülzer, Kroener-Kroener und Druschke-Cosic mit einem dritten Platz. Sie machten es nochmal spannender als bei allen Rennen zuvor und distanzierten die Slowenen mit nur fünf Zehntelsekunden.

Mit dem letzten Wettkampftag gingen bei diesen U23 & Junioren Weltmeisterschaften insgesamt zwölf Medaillen an die deutsche Nationalmannschaft, davon fünf goldene, eine silberne und sechs bronzene. Mit dieser erfreulichen Bilanz macht sich das Team nun auf die lange Rückreise in die Heimat.

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