Erfolgreicher Weltcup in Banja Luka

 
 
Sophia Schmidt gewinnt das Classic-Rennen und die Mannschaft beweist ihre Stärke im internationalen Vergleich
Weltcup 2021 Banja Luka

Für die deutschen Athletinnen und Athleten des Wildwasserrennsports geht ein sehr erfolgreiches Wochenende in Banja Luka (Bosnien-Herzegowina) zu Ende. Die 10 nominierten Kajakfahrerinnen und Kajakfahrer und 4 Betreuer und Trainer reisten, wie Athleten aus über 12 Nationen, in das Tal der Vrbas, die in die Wildwasserkategorie 3-4 einzustufen ist. Allgemein stellte dieser Wettkampf die erste internationale Begegnung der Sportlerinnen und Sportler nach etwa 1,5 Jahren dar.

Im Rahmen des Weltcups wurde am Freitag das erste Sprint-Rennen im Tal von Tijesno ausgetragen. Dabei konnte sich von den Herren Yannic Lemmen direkt im ersten Vorlauf mit dem 4. Platz für das Finale qualifizieren, wo er dann gegen die starke Konkurrenz auf dem 9. Platz landete. Die Damen konnten sich hingegen beim zweiten Vorlauf drei Plätze für das Finale sichern, wo dann Sabine Füßer den 7. Rang, Rosa Deinert den 10. Rang und Sophia Schmidt (fahrfehlerbedingt) den 15. Rang belegten.

Am Samstag führte der Kurs der Sprintstrecke durch den innerstädtischen Bereich von Banja Luka, der somit nicht so starkturbulentes Wasser aufwies, wie die Strecke vom Vortag. Jedoch ist der Kurs aufgrund der Streckenlänge von etwa 500m nicht zu unterschätzen und so kam es, dass die Entscheidungen meist durch hundertstel Sekunden fielen. Marcel Blum qualifizierte sich bereits im ersten Vorlauf für das Finale, wo er später gemeinsam mit dem Belgier Samuel Pype den 7. Platz belegte. Yannic Lemmen qualifizierte sich dann beim zweiten Vorlauf und konnte so den 12. Platz im Finale einfahren. Till Fengler erzielte im ersten Vorlauf den 6. Platz, womit er leider sehr knapp am Finaleinzug vorbeifuhr. Die Damen sicherten sich wieder, wie am Vortag, durch den zweiten Vorlauf Plätze im Finale. Diesmal schaffte es Rosa Deinert auf den 5. Platz, Sabine Füßer auf den 7. Platz und Sophia Schmidt auf den 12. Platz. Zusätzlich konnte sich auch die Juniorin Marlene Wesseling für das Finale qualifizieren, wo sie sich direkt hinter ihrer Vereinskollegin den 13. Platz erkämpfte.

Für Sonntag hieß es dann nochmal alle Kraftreserven zu mobilisieren, denn die 5km lange Classic-Strecke fordert nicht nur die Fahrkünste der Athletinnen und Athleten heraus, sondern insbesondere die Ausdauer und eine sinnvolle Krafteinteilung.

Von den deutschen Herren konnte so Ben Langenbeck den 19. Platz und damit das beste Ergebnis für die Herren erzielen. Kurz dahinter schaffte es Yannic Lemmen auf Platz 23, Till Fengler auf den 28. Platz und Marcel Blum auf Platz 37.

Bei den Damen war hingegen die Euphorie besonders groß! Mit 9,50 Sekunden Vorsprung vor der Nächstplatzierten gelang es Sophia Schmidt das Rennen für sich zu entscheiden und gleichzeitig für sie den ersten Sieg auf einem Weltcup einzufahren. So konnte sie als Einzige der Nationalmannschaft eine Goldmedaille nach Deutschland bringen. Auch die weiteren Damen des Bundeskaders konnten sich gegen die starke Konkurrenz durchsetzen und weit oben platzieren. So schaffte Marlene Wesseling den 6. Platz, Rosa Deinert den 11. Platz, Sabine Füßer den 13. Platz und Nia Kroener den 22. Platz.

Aus diesen Ergebnissen geht hervor, dass das deutsche Team trotz des fehlenden internationalen Vergleichs im vergangenen Jahr weiter die eigene Leistungsfähigkeit trainiert hat und deshalb nahtlos an die Erfolge aus den vergangenen Wettkämpfen anknüpfen kann.

Text: David Schneider